Kulturerbe im digitalen Zeitalter

Das digitale Zeitalter ist im Bereich der Kulturerbe-Pflege längst angebrochen. Der Megatrend Digitalisierung betrifft sie sehr direkt. Es stellen sich ethische Fragen zur grundsätzlichen Haltung zum Digitalen, zum Verhältnis von Original und Digitalisat und zum praktischen Umgang damit. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung ein weites Feld von Chancen, die es zu nutzen gilt. Digitale Anwendungen eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Erschliessung unseres Kulturerbes und der kulturellen Teilhabe der gesamten Bevölkerung. Neue Methoden schaffen aber auch neue Herausforderungen wie Big Data oder verändern bisherige wie etwa den Persönlichkeitsschutz. Datenmanagement und -sicherung werden immer anspruchsvoller.

Folgende Hauptthemen werden am Kongress diskutiert:

  • Verhältnis Original und Digitalisat: Wie verändert die Digitalisierung unsere Wahrnehmung des kulturellen Erbes? Wie wirkt sich diese auf unseren Umgang mit dem originalen Bestand aus?

  • Digitale Dokumentation, Datenmanagement, Datensicherung: Wie entstehen unsere Daten? Wie werden sie nachvollziehbar, jederzeit verfügbar und langfristig zugänglich gemacht?

  • Erschliessen und Vermitteln: Welche Grundlagen braucht es, damit unsere Daten für Forschung und Öffentlichkeit optimal nutzbar sind?

  • In allen genannten Themenbereichen stellen sich Fragen zu Ethik und Innovation: Wie werden Urheber- und Nutzungsrechte gewahrt? Wie der Persönlichkeitsschutz? Wie nutzen wir neue Techniken und Anwendungen? Wie verändern diese unsere Fragestellungen?


  • Der Kongress will unsere Wahrnehmung, die Anwendung und unseren Umgang mit den Möglichkeiten des digitalisierten oder digitalen Kulturerbes reflektieren. Dabei sollen die Chancen, aber auch Vorbehalte und Risiken zur Sprache kommen. Es sollen vertieft praktische Ansätze aufgezeigt sowie technisches Know-how vermittelt werden, und es soll über Austausch und Kooperationen zwischen den Fachbereichen diskutiert werden.